Ich habe 26 Jahre in Tuntenhausen gelebt. Wer sich da noch ein bisschen Hirn bewahrt, hat nur zwei Möglichkeiten, entweder wird er zum multiplen chinesischen Affen: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Aber mit zwei Händen kann man sich nicht gleichzeitig Augen, Ohren und Mund zuhalten. Oder wählt wie ich die zweite Möglichkeit und reißt immer wieder den Mund auf. So bin ich zum Kabarettisten geworden. Die paar Leute, die zu meinen Auftritten gekommen sind, haben gesagt, ich wäre ein Zwangssatiriker. Ich gebe zu, es war vielleicht eine Zwangshandlung, mir ist nichts anderes übrig geblieben.

Meine Frau war 12 Jahre im Gemeinderat von Tuntenhausen, als einzige Nicht-Schwarze. Wenn ich dann bei einem Auftritt den Bürgermeister zitiert habe, stauchte er meine Frau in der öffentlichen Gemeinderatssitzung zusammen: "Des tragt ma doch ned naus, aus am Dorf." Das heißt, er glaubte, den größten Unsinn sagen zu dürfen, nur in der Kreisstadt hat man darüber nicht lachen dürfen.

Und so entstand Transvesting. Transvesting ist ausschließlich meine Idee. Alle vorkommenden Personen sind meine Erfindung. Alle (ausgenommen die mit Karl Kaiser, Gabi und Bruder Tuck bezeichneten) Texte stammen von mir. Die Internet-Seite wurde von mir entworfen und ins Netz gestellt.

Mittlerweile bin ich von Tuntenhausen nach Rosenheim umgezogen. Meine Frau und ich wollten, nachdem die Töchter flügge geworden sind, ein kleineres Haus und weniger Garten. Außerdem zog es uns wieder in eine Stadt.

Ich bin:

 

Helmut Pritschet

Ich bin Mathematik- und Erdkunde-Lehrer, Jahrgang 1951, bin verheiratet und habe zwei erwachsene Töchter. Über meine Hobbys und meine Mitgliedschaften geben die Links Auskunft.

Keine Erfindung von mir ist, dass ich ab und zu Kabarett gemacht habe und dass daraus mit Stefans Mithilfe die beiden CD's entstanden sind. Dass meine kabarettistischen Bemühungen zur Zeit ruhen, hat mehrere Gründe: Ich habe einen Beruf, ich konnte und wollte es mir zeitlich nicht leisten, meine Texte auswendig zu lernen. Die wenigen Auftritte fanden somit meist nur vor wenigen Interessierten statt. Nachdem Input und Output in keinem vertretbaren Verhältnis mehr standen, hab ich mich entschlossen, kein weiteres Programm mehr vorzubereiten.(auch hier ein Nachtrag: 2006 machte ich den Holzweg in 14 Stationen)

Ich bin wie meine Frau SPD-Mitglied.

Ich bin der SPD beigetreten, weil ich in Tuntenhausen ein Zeichen setzten wollte für Zivil-Courage, weil man immer noch mit unangenehmen Zufälligkeiten rechnen muss, wenn man sich in meiner Gemeinde offen zur politischen Opposition bekennt.
Ich bin der SPD beigetreten, weil ich darin die einzige Möglichkeit sah, dazu beizutragen, gegen Selbstherrlichkeit, Engstirnigkeit und Verbohrtheit ein Zeichen zu setzen.

Andererseits lege ich Wert auf die Feststellung, dass es sich bei dieser Web-Site um meine ganz persönliche Angelegenheit handelt, für die nur ich die Verantwortung trage. Auch wenn ich Kritik von Leuten, die mir politisch nahe stehen, aufgeschlossen bin, verwehre ich mich gegen jede Einflussnahme, auch aus meiner eigenen Partei.

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